Kleinbasel
«Tagebuch»
«Tagebuch» ist eine bildhafte Auseinandersetzung mit den vielfältigen Aspekten des Kleinbasels. Die Arbeit ist durch allerlei Spaziergänge in den verschiedenen Quartieren entstanden. Auf ihrer Bildersuche hat Maria Patzschke überraschende Momente, Kontraste, Widersprüchliches und Alltagssituationen mit ihrer Kamera eingefangen. Dabei folgte sie oft den Spuren des Lichts, sowohl am Tag wie auch in der Nacht.
Ihr besonderes Interesse galt skurrilen Arrangements, dekorierten Fenstern, Vorgärten und Balkonen sowie den Strassen und Plätzen mit ihren Verdichtungen und der Anwesenheit ganz unterschiedlicher Menschen.
Die Bilder, die dabei entstanden sind, zeigen mal ein Fahrzeug in Bewegung, Mülleimer, Plakate oder Schriftzüge, dann blumige Balkone, Café- und Restaurantszenen oder auch mal die Grossaufnahme eines Gesichts.
Die Fotografin unternahm ihre Streifzüge durch die Quartiere ausgehend vom Claraplatz und hatte dabei immer wieder die historischen Bilder des Staatsarchivs vor Augen. Am Kreuzungspunkt der Hauptachsen im Zentrum Kleinbasels gelegen, fällt der Claraplatz durch seinen regen Verkehr und seine urbane Hektik auf. Als die Bildautorin auf ihm zu verweilen begann und aus dem Hasten und Schreiten der anonymen Menschenmassen heraustrat, wurde sie quasi Teil des Inventars. Und auf einmal wurde sie auch von denen wahrgenommen, die den Claraplatz regelmässig einnehmen und beleben. Mit ihrer Strassenfotografie versuchte sie, die Charakteristik dieses städtischen Raums festzuhalten. Kleine Szenen wurden zu Momentaufnahmen, die wie winzige Puzzleteile zum Gesamtbilld des Kleinbasels beitragen und als Ausschnitt einen Teil des Ganzen bilden.